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Sportsponsoring während der Olympischen Spiele in Rio

Nach der Fußball-WM folgt das nächste sportliche Großereignis: die Olympischen Sommerspiele in Rio. Das Sponsoring von Teilnehmer an den Spielen ist nicht grenzenlos möglich. Dennoch können sich auch regionale Unternehmen die hohe Aufmerksamkeit, die mit den Spielen einhergeht, für deren Marketing zu Nutze machen.

Werbung durch sog. Nicht-Sponsoren

 

Nur wenige Großunternehmen wie Coca-Cola, Mc Donalds oder Visa nehmen den gewaltigen wirtschaftlichen Aufwand eines offiziellen Sponsorings während der Olympiade auf sich. Unternehmen, die nicht offiziell als Sponsoren auftreten, können jedoch durch Werbemaßnahmen die hohe Aufmerksamkeit, die ein solches Großereignis mit sich bringt, für sich nutzen. Entsprechende Werbemaßnahmen von sog. Nicht-Sponsoren werden als „Ambush-Marketing“ bezeichnet.

 

Zulässigkeit von (indirektem) Ambush-Marketing

In wettbewerbsrechtlicher Hinsicht muss Ambush-Werbung wie jede andere Werbung auch die Grenzen des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) einhalten. So wirbt beispielsweise irreführend, wer mit seiner Werbung den Eindruck erweckt, er sei offizieller Sponsor, ohne es tatsächlich zu sein. Mitbewerber können gegen entsprechende Verstöße Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche durchsetzen.

Die Olympischen Ringe sowie die Bezeichnungen „Olympiade“, „Olympia“ und „olympisch“ sind vergleichbar einer Marke durch das Olympiaschutzgesetz geschützt. Diese Begriffe dürfen zu Werbezwecken nur unter engen Voraussetzungen, insbesondere nur mit Zustimmung des IOC oder des Deutschen Nationalen Olympischen Komitees verwendet werden. Auch das Deutsche NOK kann Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche geltend machen.

Schließlich gilt die Regel 40 der Olympischen Charta zu berücksichtigen. Danach sind – unter weiteren Voraussetzungen – Werbemaßnahmen mit Teilnehmern bei den Olympischen Spielen als Werbeträger nur zulässig, wenn diese Maßnahmen bereits drei Monate vor den Spielen begonnen worden sind, wobei die sog. frozen period bereits neun Tage vor der Eröffnungsfeier beginnt und drei Tage nach der Abschlussfeier endet.

 

Weiterführende Informationen

Einen Überblick mit anschaulichen Beispielen hat der Deutsche Olympische Sportbund unter www.dosb.de/fileadmin/Bilder_allgemein/Veranstaltungen/Rio_2016/Regel40_OlympischeCharta_Rio2016.pdf veröffentlicht.

 

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