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Reiserechtsreform

Am 01.07.2018 tritt eine umfassende Reform des deutschen Reisevertragsrechts in Kraft. Die Reform beruht auf einer EU Richtlinie RL (EU) 2015/2302 und führt zu erheblichen Änderungen im deutschen Reisevertragsrecht. Reiseveranstalter müssen künftig umfangreichere Informationspflichten gegenüber den Reisenden beachten. Dabei sieht das Gesetz auch eine Reihe an Formularen vor, die dem Reisenden vor Vertragsschluss vorgelegt werden müssen.

Unter den Begriff der Pauschalreise fällt mit Inkrafttreten der Reform auch das sog. „Dynamic Packaging“, also die Kombination mehrerer Reiseleistungen durch Auswahl des Reisenden, und die „Click-Through-Buchung“, also die Weiterleitung des Reisenden im Online-Vertrieb an einen anderen Anbieter zur Buchung weiterer Reiseleistungen.

Neu ist außerdem, dass reine Reisevermittler wie die klassischen Reiseveranstalter den gesetzlichen Informationspflichten unterliegen, wenn sie sog. „verbundene Reiseleistungen“ vermitteln.

Sowohl Reiseveranstalter, als auch Reisevermittler sollten vor dem Inkrafttreten der Reform ihre Reisebedingungen überprüfen lassen und den neuen gesetzlichen Vorgaben anpassen. Anderenfalls riskieren sie, dass ab 01.07.2018 einzelne Regelungen oder gar die gesamten Reisebedingungen unwirksam werden. Unter anderem ändern sich die Vorgaben zu Preis- und Leistungsänderungen seitens des Reiseveranstalters, die in der Praxis erhebliche Bedeutung haben.