• DE
  • EN
  • IT

Legal Tech Summit in Zürich am 23.06.2016

Nachdem die digitale Transformation in den letzten Jahren unter anderem bereits den medizinischen Bereich (MedTech) sowie den Bankensektor (FinTech) erfasst und dort erhebliche Umwälzungen der bestehenden Strukturen in Gang gesetzt hat, wird auch die Rechtsbranche unter der Bezeichnung "Legal Tech" von diesen Entwicklungen betroffen sein.

Der erste Legal Tech Summit in Zürich wurde von der Swiss Startup Factory veranstaltet. Referenten waren Dr. Bruno Mascello, Vizedirektor der Executive School der Universität St. Gallen, Dr. Micha-Manuel Bues, Geschäftsführer von Leverton, Marc Bloch Sommer, Geschäftsführer von Swisslex, und Dr. Daniel Biene, CEO und Co-Founder von Legalbase.

 

Eingangs sprach Dr. Bruno Mascello von der Universität St. Gallen über „Legal Tech - Definition, Einordnung und Relevanz für den Rechtsmarkt“. Er gab einen kompakten Überblick über die aktuellen Trends im Rechtsmarkt, die es zu kennen und gleichzeitig zu meistern gilt. Er adressierte auch die oft gehörten Schlagworte „Innovationen“ und „disruptive Technologien“, um deren Relevanz für den Rechtsmarkt und die Rechtsdienstleister aufzuzeigen.

 

Danach referierte Dr. Micha-Manuel Bues, Geschäftsführer von Leverton, über die Bedeutung von Legal Tech in Europa und den USA und über aktuelle Trends und Entwicklungen in diesen Märkten. Er differenzierte zwischen nachhaltigen und disruptiven Innovationen und erklärte aus einer zeitlichen Perspektive die einzelnen Abschnitte der Übernahme von Neuerungen. Zusätzlich arbeitete er auf der einen Seite mehrere Gründe heraus, warum Juristen technologischen Innovationen kritisch gegenüberstünden. Auf der anderen Seite erläuterte er aber auch, warum Innovationen gerade auf dem Rechtsmarkt besonders komplex seien (z.B. schwierige Skalierbarkeit). Abschließend gab Dr. Micha-Manuel Bues einen Überblick darüber, welche Veränderungen auf den Rechtsmarkt bis 2030 zukommen könnten.

 

Marc Bloch Sommer, Geschäftsführer von Swisslex, sprach anschließend zum „Umgang mit Rechtsinformationen nach der digitalen Transformation". Er zeigte einen spannenden Ausblick auf die Arbeit von Anwälten im Jahr 2030 auf. Spannend war insbesondere seine Darstellung der technologischen Möglichkeiten, die einen ganz anderen Umgang mit juristischen Informationen in der Entstehung, der Aufbereitung, der Anzeige und der Weiterverarbeitung erwarten lassen.

 

Als vierter Referent beleuchtete Dr. Daniel Biene, CEO und Co-Founder von Legalbase, die Thematik aus der Sicht des Legal Entrepreneurs und berichtete von seinen eigenen Erfahrungen in der Gründung, Etablierung und Exit eines Legal Tech Startups in Deutschland. Er sprach über aktuelle Trends im Bereich Legal Tech, die sich bereits in der praktischen Umsetzung befinden, und über den Markt in der näheren Zukunft.

 

Nach den vier Vorträgen folgte eine angeregte Diskussion mit den Teilnehmern. Einig waren sich die allermeisten darin, dass Legal Tech ein enormes Veränderungspotenzial für den Rechtsmarkt bereithält.

 

Autor:

Zurück