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Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechtes

Am 29.05.2017 wurde das Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechtes im Bundesgesetzblatt verkündet.

Seit dem 30.05.2017 sind nun erstmals Frauen, die nach der zwölften Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleiden, für die Dauer von 4 Monaten nach der Fehlgeburt vor Kündigungen geschützt. Wird außerdem ein behindertes Kind geboren, kann die Mutter beantragen, dass die nachgeburtliche Mutterschutzfrist von 8 auf 12 Wochen verlängert wird.

Ab 01.01.2018 wird eine Ausweitung des Anwendungsbereichs des Mutterschutzgesetzes u. a. auf Schülerinnen und Studentinnen sowie eine Lockerung des Nachtarbeitsverbots sowie des Verbots, an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten, in Kraft treten. Die Arbeitgeber haben künftig die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen behördliche Ausnahmegenehmigungen für Nacht, Sonn- und Feiertagsarbeit zu beantragen, wenn die Arbeitnehmerin hiermit auch einverstanden ist. Ferner verlangt das neue Mutterschutzgesetz vom Arbeitgeber künftig mehr Bemühungen als bisher, den Arbeitsplatz so umzugestalten, dass die Arbeitnehmerin trotz ihrer Schwangerschaft weiterarbeiten kann. Vor dem Ausspruch eines betrieblichen Beschäftigungsverbots muss der Arbeitgeber daher neben Vorkehrungen zur Umgestaltung der Arbeitsplätze auch prüfen, ob ein Arbeitsplatzwechsel in Frage kommt.

Für eine nähere Beratung stehen Ihnen unsere Experten im Arbeitsrecht gerne zur Verfügung.

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